MEINE FRAU WEINT
| Freitag | 28.08.2026 | 18:30 | * | TICKET |
| Freitag | 11.09.2026 | 19:00 | TICKET | |
| Mittwoch | 23.09.2026 | 20:45 | TICKET |
* In Anwesenheit von Angela Schanelec
DE, FR 2026
92 Min. Farbe. DCP. D
Regie: Angela Schanelec
Buch: Angela Schanelec
Kamera: Marius Panduru
Mit: Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Vladimir Vulevic, Thorbjörn Björnsson
Die in Berlin lebende Regisseurin Angela Schanelec ist eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Kino seit den Neunzigerjahren. Ihr eigenwilliger Stil entsteht im präzis rhythmisierten Zusammenspiel aus Körper, Raum, Schnitt, Bewegung – und konzentrierter Arbeit an der Sprache. Wie wichtig das Figurensprechen sein kann, weiss Schanelec nicht zuletzt aus ihrer Geschichte als Theaterschauspielerin. In ihrem neuen, bei der Berlinale gezeigten Film Meine Frau weint fügt sie ihrer faszinierenden Mischung aus Realismus und Verfremdung neue Zwischentöne hinzu: Es geht um Kommunikationskrisen und die Suche nach einer neuen Sprache. In kunstvoll kubistischer Weise zerlegt Schanelec die Normalität, um in den Klüften zwischen den Fragmenten Utopien von Gesellschaft und Freundschaft aufblitzen zu lassen.
_Inhalt
Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf einer Baustelle. Den 40-jährigen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf seiner Frau: Er soll sie im Krankenhaus abholen. Dort angekommen, findet er sie allein auf einer Parkbank sitzend vor. Sie weint. Berlinale 2026
_Kontext
Ein unerhört schönes Drama mit eigenem Klang: Für Meine Frau weint wurden Schauspieler mit sprachlichen Eigenheiten gecastet. Gebannt folgt man den Heldinnen und Helden dieses Films, weil sie wirklich Heldenhaftes vollbringen: Sie ringen um Verständigung. Sie kämpfen um die richtigen Worte und Sätze so wie Actionhelden ums Überleben. Sprechend erleben sie das Wunder und das Scheitern der Sprache, ihren Sinn und ihre Begrenztheit. Und die Schönheit der Bilder gibt ihnen dabei Rückhalt und Trost. Katja Nicodemus, Die Zeit











