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Stills  |  Trailer 

Vivre sa vie: film en douze tableaux


Mittwoch 11.03.2020 20:15  

Frankreich 1962

83 Min. sw. DCP. F/d

 

Regie: Jean-Luc Godard

Buch: Jean-Luc Godard

Kamera: Raoul Coutard

Schnitt: Jean-Luc Godard, Agnès Guillemot

Musik: Michel Legrand

Mit: Mit Anna Karina, Sady Rebbot, Monique Messene, Mario Botti, Gérard Hoffman

«Nana arbeitet in einem Schallplattengeschäft. Da sie die Miete nicht mehr bezahlen kann, wird sie allmählich zur Prostituierten; erst gelegentlich, dann aber, nachdem sie einen Zuhälter gefunden hat, professionell. Godard zeigt nicht, was Nana als Prostituierte tut, sondern was mit ihr geschieht. In einer Mischung aus Dokumentation und Fiktion entsteht das Bild einer jungen Frau, die Objekt in einer entfremdeten Welt ist und sich der Fremdbestimmung entziehen will.»

Theatiner Film

 

«Ein ‹Film in zwölf Bildern›. Eine Passionsgeschichte. Der Ort: ein bedrückend dunkles Paris. Düsternis der Banlieue. Schmerzendes Licht. Quälendes Grau. Das Motto: Sein Leben leben – vivre sa vie. Die Heldin, die dies versucht: eine Prostituierte. Der erste Film, in dem Godard bewusst Ton und Bild separiert. Anna Karina alias Nana sieht Dreyers La Passion de Jeanne d’Arc im Kino. Godard schneidet zwischen ihrem und Falconettis Antlitz: Montage der Tränen, der Filmebenen, Wirklichkeiten. Im Café führt die Heldin ein Gespräch mit einem Philosophen, den der Philosoph Brice Parain spielt, der spontan spricht, was er über die Fragen denkt, die Godard Karina in den Mund legt, die eine unglückliche, hübsche Verkäuferin spielt, die zur Hure geworden ist und nicht mehr lange leben wird. Man sei verantwortlich für das, was man ist und tut, sagt der Philosoph. Der Film pflichtet bei und ist doch ein Argument dagegen: er beschreibt die soziale Mechanik, die ein Opfer zum Opfer werden lässt.»

Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum