schliessen
Filmbild
Filmbild
Filmbild
Filmbild
 

Paprika


Montag 21.11.2022 20:00 *
Freitag 02.12.2022 16:30
Donnerstag 29.12.2022 19:00 TICKET

* Filmvorführung Paprika (2006) und Gespräch mit Aline Guillod, Buchhändlerin Comix-Shop Basel, Jonathan Wüst, Animationsfilmer und Japanisch-Übersetzer – und dem Publikum. Moderation: Katja Morand

Japan 2006

90 Min. Farbe. DCP. OV/de

 

Regie: Satoshi Kon

Buch: Seishi Minakami, Satoshi Kon, nach einem Manga von Yasutaka Tsutsui

Kamera: Michiya Katou

Schnitt: Takeshi Seyama

Musik: Susumu Hirasawa

Mit: Megumi Hayashibara, Tôru Furuya, Kôichi Yamadera (Stimmen)

Animes haben in Japan eine lange Tradition, die bis in die Anfänge des Kinos zurückreicht. Ursprünglich zumeist als Serien konzipiert, sind sie seit den 1960er-Jahren äusserst populär. Dank grossen Kinofilmen und der rasanten Zunahme der Online-Kultur gelang der internationale Durchbruch. Was macht Animes mittlerweile auch bei uns so beliebt? Liegt die Faszination im Stil der Zeichnungen? Liegt es an der eingängigen Musik? An den überaus beliebten Mangas, die oft als Vorlage dienen? Oder sind es die magischen Geschichten, die immer wieder überraschen und mitreissen? Zusammen mit Jonathan Wüst, Animationsfilmer und Japanisch-Übersetzer, Aline Guillod, Buchhändlerin im Comix-Shop Basel, dem ältesten Comic-Laden der Schweiz, und mit dem Publikum möchten wir unter Leitung von Mitkuratorin Katja Morand eigene Seherfahrungen austauschen und über die besonderen Qualitäten dieser Kunstgattung diskutieren.

 

«Eine Psychotherapeutin ist an der Entwicklung einer revolutionären Maschine beteiligt. Diese soll es möglich machen, in Träume eines Menschen einzutauchen und sie aufzuzeichnen. Als der Prototyp dieser Maschine gestohlen wird, soll ein Detektiv helfen, die Maschine zu finden.»
Fantoche

 

«Realitätsverändernde Tricks gehören seit den frühen Tagen von Georges Méliès und Das Kabinett des Dr. Caligari zum Kino, aber ich würde behaupten, dass sie selten so visuell verblüffend waren wie in den Filmen von Kon. Allerdings bieten seine Filme, einschliesslich Paprika, weit mehr als psychedelische Augenweiden. Im Gegensatz zu vielen weniger bedeutenden Filmemachern (ja, ihr, Wachowskis und M. Night Shyamalan), die spektakuläre Wendungen und filmische Feuerwerke einsetzen, um von einer oberflächlichen Prämisse abzulenken, untermauert Kon seine halluzinatorischen Welten stets mit eindringlichen intellektuellen und provokativen Punkten.»
Alex Naylor, Guardian, 17.06. 2008

 

«Abenteuerliches Fantasy-Anime, das die Handlungs- und Realtätsebenen virtuos verschachtelt. Formal wie auch gedanklich ein bemerkenswert radikaler Film, in dem der Regisseur alle Elemente seines Schaffens zu einem cineastischen Leckerbissen verbindet.» 
Filmdienst