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Le mépris


Mittwoch 01.01.2020 18:30
Samstag 18.01.2020 17:30
Sonntag 26.01.2020 17:45 TICKET

Frankreich/Italien 1963

103 Min. Farbe. 35 mm. F/d

 

Regie: Jean-Luc Godard

Buch: Jean-Luc Godard, nach dem gleichnamigen Roman von Alberto Moravia

Kamera: Raoul Coutard

Schnitt: Agnès Guillemot, Lila Lakshmanan

Musik: Georges Delerue

Mit: Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang, Jean-Luc Godard

«Als der Krimiautor Paul Javal das lukrative Angebot bekommt, Fritz Langs stockendes ‹Odyssee›-Projekt zu überarbeiten, denkt er nicht lange nach und nimmt die Möglichkeit eines Karriereschubs dankend an. Die Homer-Adaption weist dramaturgische Schwächen auf, die der Produzent Jeremy Prokosch von Javal ausgebessert sehen will. Allerdings bahnen sich erste Spannungen an, als der selbstgefällige Produzent Javals bildschöne Ehefrau Camille kennenlernt. Sofort lädt er sie auf Getränke ein und lädt sie in seinem persönlichen, zweisitzigen Cabrio zu Fahrten ans Filmset ein, während sich Paul mit der Assistentin ein Taxi teilen muss. Camille, zunächst sichtlich unangenehm berührt von Prokoschs Avancen, will den Gönner ihres Mannes allerdings auch nicht vergrätzen oder beleidigen. So entwickelt sich zunehmend ein zerstörerisches Spiel aus Liebe, Gedanken und der Macht der Eifersucht ...»

Filmstarts.de

 

«Ein klares, straffes, beherrschtes Gesicht. Kantiges Profil. Die kräftigen, tiefschwarzen Augenbrauen, Gedankenstriche in einem Felsen von Stirn. Und über allem der Dean-Martin-Hut: In keiner Szene setzt er ihn ab, nicht im Bett, nicht im Bad, nicht an der Tür, hinter der Brigitte Bardot telefoniert, nicht auf dem ewig futuristischen Dach der Villa Malaparte auf Capri. Ein Körper unter einem Hut, ein Mann, der in einer unendlich intimen, berührungslosen Bettszene den Körper seiner Frau mit Wörtern kost, ein Mann, der seine Frau einen Film lang nicht begreift und sie in einer Sekunde verliert. So taucht Michel Piccoli auf der Leinwand auf, als beruflich frisch geheuerter und ehelich bald gefeuerter script doctor namens Paul in Jean-Luc Godards Le mépris, seinem immerhin 53. Film. Und doch: Le mépris ist sein wirklicher Erstling, der Film, der ihn in den Olymp des europäischen und französischen Kinos katapultiert.»

Jan Schulz-Ojala, Der Tagesspiegel, 27.12.2005