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La terra trema


Freitag 08.11.2019 21:00
Sonntag 24.11.2019 20:00 TICKET
Freitag 29.11.2019 16:00 TICKET

Italien 1948

157 Min. sw. DCP. I/e

 

Regie: Luchino Visconti

Buch: Antonio Pietrangeli, Luchino Visconti, nach einem Roman von Giovanni Verga

Kamera: G.R. Aldo

Schnitt: Mario Serandrei

Musik: Willy Ferrero

Mit: Antonio Arcidiacono, Giuseppe Arcidiacono, Venera Bonaccorso, Nicola Castorino, Rosa Catalano

«La terra trema erzählt am Beispiel der Familie Valastro vom entbehrungsreichen Dasein sizilianischer Fischer. Weil der Vater im Kampf gegen die Kräfte der Natur sein Leben verloren hat, müssen die Söhne für den Unterhalt der Familie sorgen. Jeden Tag fahren sie auf das Meer hinaus. Doch die Preise, die die Grosshändler für die Fische zahlen, sind zu niedrig. Ein spontanes Aufbegehren gegen die ausbeuterischen Verhältnisse wird niedergeschlagen. Alle finden sich damit ab, nur Ntoni, der älteste der Valastro-Söhne, will die Bedingungen nicht länger akzeptieren. Er nimmt eine Hypothek auf das Elternhaus auf, kauft ein eigenes Boot und arbeitet selbstständig. Der Plan scheint aufzugehen, aber weil Ntoni und seine Brüder bei jedem Wetter fischen müssen, um den Kredit abzuzahlen, geraten sie irgendwann in einen Sturm. Das Boot wird zerstört, das Haus gepfändet – die Valastros stehen vor dem Nichts ...»

Anna Luise Kiss, Dieter Chill, der Freitag, 31/2014

 

«Dieses sozial engagierte, packende Epos ist ein frühes Meisterwerk Luchino Viscontis und einer der Höhepunkte des italienischen Neorealismus, auch wenn der Regisseur die Bezeichnung «neorealistisch» für sich selbst ablehnte. La terra trema sollte ursprünglich die erste Episode einer sizilianischen Trilogie werden und wurde von der kommunistischen Gewerkschaft mitfinanziert; aus finanziellen Gründen jedoch konnte nur der erste Teil realisiert werden. Visconti arbeitete mit Laiendarstellern, die ihre Dialoge selbst improvisierten und in ihrem Dialekt sprachen, setzte reale Schauplätze und zugleich hochgradig stilisierte Bildkompositionen ein und entwickelte minutenlange, nur von leichten Kameraschwenks bewegte Einstellungen.»

Filmpodium Zürich, April 2018