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Filmreihe: Kurosawas Meisterjahre

 
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Kagemusha


Japan/USA 1980

159 Min. Farbe. Digital HD. Jap/d

 

Regie: Akira Kurosawa

Buch: Akira Kurosawa, Masato Ide

Kamera: Takao Saitô, Shôji Ueda

Schnitt: Akira Kurosawa

Musik: Shinichirô Ikebe

Mit: Tasuya Nakadai, Tsutomu Yamazaki, Ken’ichi Hagiwara, Kota Yui, Hideji Ôtaki

«Im Jahre 1573, zu einer Zeit, da Japan von Kämpfen rivalisierender Feudalclans um die Hauptstadt Kyoto zerrissen ist, wird Shingen Takeda, der grösste aller Kriegsherren, bei einer Belagerung tödlich verwundet. Ein Doppelgänger (Kagemusha), ein kleiner Dieb, soll die Feinde verwirren und das Überleben des Takeda-Clans sichern. Widerwillig schlüpft der ‹Schatten des Kriegers› in die Rolle des toten Helden – misstrauisch überwacht von den Erben. Schliesslich wird er entlarvt und davongejagt. Shingen Takedas ehrgeiziger Sohn missachtet den letzten Willen des klugen Kriegsherrn und führt seine Truppen gegen die anderen Clans. Ohnmächtig sieht der Doppelgänger aus der Ferne zu, wie die Soldaten des Takeda-Clans abgeschlachtet werden.»

Hans C. Blumenberg, Die Zeit 23.5.1980

 

«Kagemusha ist ein Kristallmonolith im japanischen Filmschaffen, das um 1980 nur mehr eindimensionale Imitationen von Kieselsteinen hervorbringt. Je nach Standort stellt Kurosawas siebenundzwanzigster, aus Bildern von Ruhe, tumulthafter Hektik und gewalttätiger Schönheit gewobener Film eine Frage nach dem Sinn von Geschichte und individueller Existenz, ein Lehrstück über den Zusammenhang von Macht und Zerstörung oder ein Epos der Vergänglichkeit dar. Wie ein trunkener Archivar rafft Kurosawa die Farben, Formen, Gesten einer Zeit, die er liebt, zusammen und hält sie als magischen Spiegel der Jetztzeit entgegen: Seht, schaudert!»

Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum, Dezember 2005