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Filmbild
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Fitzcarraldo


Montag 01.11.2021 18:00

Deutschland 1981

158 Min. Farbe. 35 mm. Ov/d

 

Regie: Werner Herzog

Buch: Werner Herzog

Kamera: Thomas Mauch

Schnitt: Beate Mainka-Jellinghaus

Musik: Popol Vuh

Mit: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, Miguel Ángel Fuentes, Paul Hittscher, Huerequeque Enrique Bohorquez

«Der exzentrische Brian Sweeney Fitzcarraldo ist von der Idee besessen, mitten in dem unberührten Amazonas-Dschungel ein großes Opernhaus zu bauen. Von den Ersparnissen seiner Freundin, der Bordell-Besitzerin Molly, kauft Fitzcarraldo einen alten Flussdampfer. Damit will er in ein unerschlossenes Kautschukgebiet schippern, um dort das Geld für den Bau zu erwirtschaften. Kautschuk gilt als das Gold des Urwalds. Um die gefährlichen Stromschnellen einer Flussmündung zu umgehen, entwickelt der Besessene einen atemberaubenden Plan: Hunderte von Indios sollen das riesige Schiff über eine unpassierbare Urwaldhöhe transportieren.»   

Arthaus.de

 

«Wenn jeder Film nach den Worten des Filmkritikers Jacques Rivette ‹ein Dokumentarfilm seiner eigenen Dreharbeiten› ist, dann ist Fitzcarraldo möglicherweise ein Sonderfall. Fiktion, Dokumentation, Essay – der Film sprengt alle Kategorien, denen er zugeordnet werden könnte, um nur Platz für eine Reihe von Visionen zu lassen, eine unvernünftiger als die andere. Das ist so, weil der Abenteurer Fitzcarraldo keine andere Ambition hat als die, ein Opernhaus inmitten des peruanischen Dschungels zu errichten, um den grossen Caruso einzuladen. Dazu muss die Realität zugunsten der Utopie einer Verzerrung unterzogen werden. Das Kino wird als privilegierter Zeuge des versuchten Aufbäumens des Menschen gegen sein Menschsein auf den Plan gerufen. Mächtig und bestürzend dringt vom Gipfel des Berges, auf dem Fitzcarraldos der Schwerkraft ausgesetztes Schiff schwankt, der Schrei Werner Herzogs und seine Crew zu uns durch: Träumt! Träumt! Mit der Gefahr, verrückt zu werden.»  

Tom Bidou, visionsdureel.ch