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Filmreihe: Ethan Hawke

 
Filmbild
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First Reformed


Donnerstag 04.10.2018 20:15  

USA 2017

113 Min. Farbe. DCP. E/d

 

Regie: Paul Schrader

Buch: Paul Schrader

Kamera: Alexander Dynan

Schnitt: Benjamin Rodriguez Jr.

Musik: Nicci Kasper, Brian Williams

Mit: Ethan Hawke, Amanda Seyfried, Cedric Kyles, Victoria Hill, Michael Gaston

«Aufschreiben, um sich zu erinnern. Oder um zu vergessen? Für den Ex-Militär Toller sind die nächtlichen Tagebucheintragungen ein bisschen von beidem, vor allem aber ein Teil seines sich langsam anbahnenden Endes, das vielleicht auch ein Anfang ist. Mühsam versucht der kranke, von der Vergangenheit gepeinigte Pastor als Seelsorger einer kleinen Kirchgemeinde im Staat NY wieder Boden unter den Füssen zu gewinnen, nachdem er den Sohn in Afghanistan und im Zuge des Traumas auch seine Frau verloren hat. Die Bekanntschaft mit der ratsuchenden Mary, deren Mann mit sich und dem Gedanken hadert, ihr gemeinsames Kind in eine klimaverseuchte Welt zu bringen, stellt Toller vor eine neue Herausforderung. Doch die damit verbundene Verantwortung stürzt den Geistlichen nur immer weiter in die eigene Glaubenskrise, die ihm Körper und Seele zerreisst. Paul Schrader verschont in seinem strengen, bildintensiven neuen Drama weder seinen von Ethan Hawke meisterhaft selbstlos verkörperten Protagonisten noch den Zuschauer, der bereit ist, sich auf dessen bestürzende spirituelle Reise einzulassen. Gedreht im klassischen, gedrungenen Academy-Format, schafft er auf diese Weise eine filmische Meditation von schmerzlicher Schönheit, Menschlichkeit und Härte, die Ihresgleichen sucht.»

Pamela Jahn, Bildrausch – Filmfest Basel 2018

 

«Um diesen existentialistischen Kampf eines Priesters nicht pathetisch wirken zu lassen, braucht es einen Schauspieler von der Grösse Ethan Hawkes, der die Verzweiflung Tollers mit der fatalen Energie spielt, die man von Figuren erwartet, die in der Bibel schwer geprüft werden. Immer schwebt über ihm die Ahnung, dass er entweder sich oder anderen etwas antun könnte. Ein Element, das – unterstützt durch ein immer lauter werdendes Brummen auf der Tonebene – den Film vorantreibt.»

Maria Wiesner, KINO-ZEIT