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Filmreihe: Larissa Schepitko

 
Filmbild
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Du und ich (Ty i ja)


Freitag 04.10.2019 21:00
Samstag 19.10.2019 20:15
Montag 28.10.2019 18:30 * TICKET

* Mit einer Einführung von Clea Wanner

UdSSR 1971

94 Min. Farbe. 35 mm. Russ/e

 

Regie: Larissa Schepitko

Buch: Gennadi Schpalikow, Larissa Schepitko

Kamera: Alexander Knjaschinski

Schnitt: Valerija Belowa, L. Lysenkowa

Musik: Alfred Schnittke

Mit: Leonid Djatschkow, Jurij Vizbor, Alla Demidowa, Natalja Bondartschuk, Leonid Markow

«Du und ich unterscheidet sich von allen anderen Filmen Schepitkos schon dadurch, dass er vollständig in der zeitgenössischen Sowjetunion der frühen 1970er-Jahre spielt. Du und ich konzentriert sich auf einen ehemaligen Neurochirurgen, Pjotr, der zu der Erkenntnis gelangt ist, dass er seine früheren Ideale aufs Spiel gesetzt hat. Anstatt sein wissenschaftliches Potenzial als Neurochirurg zu entfalten und viele Leben zu retten, hat er einen unbefriedigenden Job als Arzt in der sowjetischen Botschaft in Stockholm angenommen. Pjotr beschliesst, seinen Job zu kündigen und nach Moskau zurückzukehren, wo er wieder Kontakt zu seinem alten Freund Sascha aufnimmt, ebenfalls ein ehemaliger Neurochirurg. Sascha wiederum hat inzwischen eine Schwäche für Pjotrs Ex-Frau Katja entwickelt und kämpft mit seinen Gefühlen für sie. Pjotr beschliesst, sein altes Leben hinter sich zu lassen, und bricht auf zu einer Reise zu sich selbst, die ihn schliesslich in die raue, karge Landschaft Sibiriens führt ...»

Peter Wilshire, Offscreen, März 2016

 

«Schepitkos einziger Farbfilm erzählt in elliptischer und nichtchronologischer Struktur von den existenziellen Fragen zweier Ärzte. (...) Eine kritische Bestandsaufnahme von Schepitkos eigener Generation der Intelligenzija. ‹Der Film ist wirklich über uns. Deshalb heisst er Du und ich. (…) Im Alter von 30 erlangt man eine gewisse Klarheit über viele Dinge, die einem geschahen oder geschehen. Drei Jahre früher hätte ich so einen Film nicht machen können. Und wahrscheinlich werde ich in ein paar Jahren einen anderen Blick auf diese Periode haben› (Larissa Schepitko).»

Kino Arsenal Berlin, Januar 2013