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Spezialprogramm: Jiří Menzel

 
Filmbild
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Die wunderbaren Männer mit der Kurbel (Báječní muži s klikou)


Montag 14.01.2019 18:30 *
Freitag 18.01.2019 16:15 TICKET
Samstag 26.01.2019 17:30 TICKET

* Mit einer Einführung von Dieter Kosslick

Tschechische Republik 1978

90 Min. Farbe. DCP. Tsch/d

 

Regie: Jiří Menzel

Buch: Jiří Menzel, Oldřich Vlcek

Kamera: Jaromír Šofř

Schnitt: Jiří Brozek

Musik: Jiří Šust

Mit: Rudolf Hrušínský, Vlasta Fabiánová, Blažena Holišová, Vladimír Menšík, Jiří Menzel

«‹Heitere Kinokurbel› tituliert das Neue Deutschland, ‹Liebeserklärung› die Leipziger Volkszeitung. Dabei ist Menzels zweite Komödie nach Aufhebung seines Arbeitsverbots eine scharfsinnige Chronologie des Scheiterns. Als armer Wanderarbeiter des Kinos tingelt Wilhelm mit den ersten bewegten Bildern durch böhmische Dörfer und nistet sich in seiner Not bei einer wohlhabenden Witwe ein, um an Kapital für ein ortsfestes Kino zu gelangen. Die Unternehmer der Jahrmarktattraktion kaufen Degenfilme und Pariser Schlüpfrigkeiten ein; nur Wilhelm interessiert sich für den jungen, von Menzel selbst gespielten Kameramann und dessen Prager Alltagsbeobachtungen, die ein Kino aus der Wirklichkeit der Menschen heraus versprechen. Eine Prager Diva soll eine eigene nationale Kinematografie etablieren. Gierig nach ihrem Selbstbild, verkennt sie den technischen Prozess der Bildbearbeitung. Am Ende produzieren der durch bürgerliche Heirat geadelte Unternehmer und sein Kameramann Historienepen: Die Chance auf ein realitätsnahes Kino ist bereits in dessen Anfängen vertan.»

Zeughauskino Berlin, März 2013

 

«Jiří Menzel erzählt dies in teils heiter, teils wehmütig stimmenden Episoden, in denen er virtuos verschiedene filmische Ebenen ineinanderfliessen lässt: die illusionäre Verzückung angesichts zappelnder Schwarz-Weiss-Bilder der ersten Stunde – von Menzel stilecht nachgedreht – trifft auf die schöne Scheinwelt eines standesbewussten Grossbürgertums, das sich manchmal in derart melodramatischen Posen gefällt, dass Wilhelm sie sich im Geiste als treffende Kintopp-Posen ausmalt. Poesievolle Beschreibung der historischen Situation wird so gebrochen durch die Distanz einer ersten kinematografischen Aufarbeitung.»

Filmdienst