DIE WERCKMEISTERSCHEN HARMONIEN
Ungarn, Italien, Deutschland, Frankreich 2000
145 Min. Sw. 35 mm. OV/d
Regie: Béla Tarr, Ágnes Hranitzky
Buch: László Krasznahorkai, Béla Tarr, Péter Dobai
Kamera: Patrick de Ranter, Miklós Gurbán, Erwin Lanzensberger, Gábor Medvigy, Emil Novák, Rob Tregenza
Schnitt: Mihály Vig
Musik: Mihály Vig
Mit: Lars Rudolph, Peter Fitz, Hanna Schygulla
«Strebt nach einem Zustand zwischen Musik und Schweigen» Florian Widegger, Filmarchiv
«In einer ungarischen Kleinstadt setzt János Valuska (Lars Rudolph) mit volltrunkenen Kneipengästen einen kosmischen Tanz in Szene und erklärt damit die Funktionsweise des Sonnensystems. Draussen ist es bitterkalt. Auf seinem Nachhauseweg sieht János die neue Attraktion des Dorfes anrollen: einen monströsen toten Wal, der auf dem Dorfplatz ausgestellt wird. Fasziniert von seiner Grösse sieht er in ihm die Macht Gottes; die Dorfbewohner:innen jedoch gruppieren sich in grosser Schar um das Objekt und wittern darin Unheil. Weil der angekündigte Auftritt eines ‹Prinzen› nicht stattfindet, entlädt sich ihre Wut – nicht zielgerichtet, vielmehr willkürlich. » Kunst und Film
«Dies ist ein so konventioneller Film, wie Tarr ihn wahrscheinlich jemals drehen wird, aber auch dieser dient als formales Analogon zu den behandelten Themen – das Gefühl eines Endes, das in Wirklichkeit nur eine Reihe vager Fragen sein kann, die wie ein Dominantakkord spürbar in der Luft hängen. (…) Es ist ein Film, der reines Kino in seiner hypnotischsten und verführerischsten Form einsetzt, um genau das anzuklagen: kollektive Hypnose und demagogische Verführung.» Michael Sicinski, The Academic Hack










