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Filmreihe: Larissa Schepitko

 
Filmbild
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Der Aufstieg (Woschoschdenie)


Mittwoch 02.10.2019 18:30 *
Samstag 12.10.2019 20:00
Mittwoch 30.10.2019 21:00 TICKET

* Mit einer Einführung von Philipp Casula. Im Anschluss Apéro.

UdSSR 1976

110 Min. sw. DCP. Russ/e

 

Regie: Larissa Schepitko

Buch: Juri Klepikow, Larissa Schepitko, nach einem Roman von Wassil Bykau

Kamera: Wladimir Tshuchnow, Pawel Lebeschew

Schnitt: Valerija Belowa

Musik: Alfred Schnittke

Mit: Boris Plotnikow, Wladimir Gostjuchin, Sergej Jakowlew, Ljudmila Poljakowa, Viktoria Goldentul

«In einer erbarmungslosen Schneewüste entfaltet sich ein archaisches Drama um Verrat und Schuld. Zwei russische Partisanen im Zweiten Weltkrieg werden von den Deutschen gefangen genommen. Der eine, Sotnikow, bleibt in der Folter standhaft und stirbt einen christusgleichen Märtyrertod. Der andere, Rybak, zuvor durchaus als tapferer Soldat aufgetreten, wird aus Überlebensgier zum Judas, zur tragischen, gequälten Kreatur Dostojewski'schen Ausmasses. Sein finaler Schmerzensschrei unstillbarer Reue verstummt unter der markdurchdringenden Musik Alfred Schnittkes (Barbara Kronsfoth).»

Viennale 2018

 

«Der Aufstieg kommt zunächst so moralisch daher wie das harte Schwarz-Weiss, in dem er gedreht ist. Vom ‹Evangelium nach Larissa› sprechen manche, weil hier ein sowjetischer Partisan den Märtyrertod erleidet und der Film ihn unverhohlen Christus-ähnlich erscheinen lässt. Die Hinrichtungsszene – zu Musik von Alfred Schnittke – geht durch Mark und Bein. In der letzten halben Stunde wird kaum noch gesprochen; die emotionale Wucht der Bilder aber ist so gross, dass jede vorgefasste Moral daran förmlich zerschellt.»

Barbara Schweizerhof, taz, 17.1.2013

 

«Viele Menschen fanden es inakzeptabel, dass dieser Film eine stilistische Nähe zu biblischen Motiven annahm. Aber das ist meine Bibel und der erste Film in meinem Leben, den ich aus vollem Herzen unterschreiben kann. Ich übernehme die volle Verantwortung für jeden Millimeter!»

Larissa Schepitko, in ihrem letzten Interview, Literaturnoye obozreniye No. 9, 1979