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Spezialprogramm: Basler Filmtreff

 
Filmbild
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Chris the Swiss


Schweiz 2018

90 Min. sw. DCP. D

 

Regie: Anja Kofmel

Buch: Anja Kofmel

Kamera: Guy Faessler

Schnitt: Stefan Kälin

Musik: Marcel Vaid

Das anschliessende Gespräch mit der Regisseurin beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt dazu ist frei.

 

«Die Filmemacherin Anja Kofmel war zehn Jahre alt, als ihr Cousin, der Journalist Christian Würtenberg, in Kroatien unter dubiosen Umständen starb. Als sie am Film über ihren Cousin zu arbeiten begann, hatte sie das gleiche Alter erreicht wie dieser, als er starb: 27 Jahre. Die journalistische Neugierde zog Christian Würtenberg in den 1990ern in das Kriegsgebiet von Kroatien. Die Neugierde der Dokumentarfilmerin zog Kofmel Jahre später an denselben Ort. Mit ihrer Suche nach den Umständen von Chris’ Tod führt sie gewissermassen dessen Recherche weiter. War er überhaupt noch als Journalist unterwegs, als er starb? Er trug bei seinem Tod eine Söldneruniform, hatte sich der internationalen rechtsradikalen Söldnerbrigade PIV (First International Platoon of Volunteers) angeschlossen. Liess er sich von den Kriegstreibern einspannen? Oder versuchte er, undercover an journalistisch wertvolle Informationen über die Kriegsparteien zu gelangen?»

Festival Fantoche 2018

 

«Die Animationsfilmerin Anja Kofmel thematisierte bereits vor fast zehn Jahren den mysteriösen Tod ihres Lieblingscousins Chris im Balkankrieg im kurzen Animationsfilm Chrigi. Nun widmet sie ihm nach sechs Jahren Arbeit und Recherche einen Langfilm, in dem sie eine fast abenteuerliche Mischung aus Materialien und Gattungen verwendet: von Animation über Archivaufnahmen, Dokumentarfilm bis hin zur Reportage, in der die Autorin ihre Recherche filmisch dokumentiert. Der Begriff ‹Animadok› greift da fast zu kurz.»

Doris Senn, film bulletin, 11.9.2018