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Filmreihe: Paolo e Vittorio Taviani

 
Filmbild
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Cesare deve morire


Samstag 05.05.2018 22:15
Donnerstag 17.05.2018 18:30
Freitag 25.05.2018 18:30 TICKET

Italien 2012

77 Min. Farbe/sw. DCP. I/d

 

Regie: Paolo Taviani, Vittorio Taviani

Buch: Paolo Taviani, Vittorio Taviani

Kamera: Simone Zampagni

Schnitt: Roberto Perpignani

Musik: Giuliano Taviani, Carmelo Travia

Mit: Cosimo Rega, Salvatore Striano, Giovanni Arcuri, Antonio Frasca, Juan Dario Bonetti

«Am Ende von Shakespeares ‹Julius Cäsar› werden die Darsteller mit stürmischem Applaus belohnt. Das Licht verlöscht, die Akteure verlassen die Bühne, kehren zurück in ihre Zellen: Es sind Häftlinge, die im Hochsicherheitstrakt der römischen Strafanstalt Rebibbia einsitzen. Einer von ihnen sagt: ‹Seit ich der Kunst begegnet bin, ist diese Zelle für mich ein Gefängnis geworden.› Sechs Monate lang haben Paolo und Vittorio Taviani den Entstehungsprozess der Inszenierung beobachtet. Sie zeigen, wie Shakespeares universelle Sprache den Akteuren hilft, sich auf den Charakter ihrer Figuren einzulassen, wie sie ins Wechselspiel von Freundschaft und Betrug, Macht, Lüge und Gewalt eintauchen. Ohne im Detail zu ergründen, welche Verbrechen die Männer in ihrem ‹wahren› Leben begangen haben, eröffnet der Film Parallelen zwischen dem klassischen Drama und der Welt von heute, beschreibt das Engagement aller Beteiligten – und wie deren Ängste und Hoffnungen in die Inszenierung einfliessen. Als sich nach der Premiere die Zellentüren hinter Cäsar, Brutus und den anderen schliessen, fühlen sie sich stolz und auf merkwürdige Weise berührt: Die Kunst hat ihnen einen Blick in die Tiefen der eigenen Biografie gestattet.»

Berlinale 2012

 

«‹Julius Cäsar› erweist sich nachgerade als ideales ‹Knaststück›, das alle nur vorstellbaren Untaten bis zu Mord und Totschlag allein durch das Auftreten der Darsteller aufs Tapet bringt und eine Assoziationskette auslöst, die wie von selbst die Widersprüche des historischen Stücks modernisiert und umdeutet – ohne Lösungen herbeizaubern zu wollen oder zu können.»

Marli Feldvoss, epd Film