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Filmreihe: Raoul Peck

 
Filmbild
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Assistance mortelle


Sonntag 08.04.2018 13:15
Montag 23.04.2018 18:30

F/HAI/USA/B 2013

99 Min.

 

Regie: Raoul Peck

Buch: Raoul Peck

Kamera: Antoine Struyf

Schnitt: Alexandra Strauss

Musik: Alexei Aigui

«Am 12. Januar 2010 erschüttert ein schweres Erdbeben die Hauptstadt von Haiti. Rund 250’000 Menschen sterben, mehr als 1,2 Millionen werden obdachlos. NGOs aus aller Welt entsenden Experten, die das Land beim Wiederaufbau unterstützen sollen. Die Hoffnungen sind zunächst gross: Während einer internationalen Geberkonferenz werden Milliarden versprochen; die Interim Haiti Recovery Commission (IHRC) mit Bill Clinton an der Spitze soll die globale Solidarität steuern. Doch zwei Jahre später fällt die Bilanz ernüchternd aus: Wer einen Fuss in die überbevölkerte Hauptstadt setzt, erkennt sofort, dass die internationale Gemeinschaft hier gescheitert ist. Noch immer leben Hunderttausende in Zelten, die IHRC ist kaum noch existent und nur ein Bruchteil des versprochenen Geldes je in Haiti angekommen. In einer zweijährigen filmischen Spurensuche rekonstruiert der in Haiti geborene Raoul Peck, wie es dazu kommen konnte, dass dem Zehn-Millionen-Volk in der Karibik trotz weltweiter Versprechen nur unzureichend geholfen wurde. Er befragt politische Entscheidungsträger, Experten und Ingenieure ebenso wie ‹einfache› Haitianer, die sich mühevoll um den Wiederaufbau ihres Landes kümmern.»
Berlinale 2013

 

«Eine bittere Lektion in politischer Ökonomie erteilt Raoul Peck mit seinem Film Assistance mortelle über die internationale Hilfe für Haiti nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010, die keine Katastrophenhilfe war, sondern eine katastrophale Hilfe. (...) Mit der ihm eigenen Mischung aus kommentierender Beobachtung und Zahlengewitter ist seine Dokumentation [Assistance mortelle] eine wütende Abrechnung mit dem System internationaler Hilfe, das nicht in der Lage ist, guten Willen, Kompetenz und Gelder in zweistelliger Milliardenhöhe in sinnvolle Aufbauleistung umzuwandeln.»
Thekla Dannenberg, perlentaucher.de, 9.2.2013