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ARCHIV | Premiere

 
Filmbild
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First Days


CH 2026

70 Min. Farbe. DCP. Ohne Dialog

 

Regie: Kim Allamand, Michael Karrer

Buch: Kim Allamand, Michael Karrer

Kamera: Fabian Kimoto

Schnitt: Kim Allamand, Michael Karrer

Mit: Jia-Yu Corti, Nasheeka Nedsreal

First Days beginnt dort, wo Gus van Sants Last Days über den Freitod des Nirvana-Sänger Kurt Cobain endet: «Wir wollten die ersten Tage der Geister im Jenseits zeigen», sagt Regisseur Kim Allamand, der es zusammen mit Michael Karrer geschafft hat, einen hoch experimentellen Film zu machen und trotzdem ein breites Publikum anzusprechen. Mit ihrem wortlosen Filmpoem begeisterten die beiden Schweizer Filmemacher schon im Januar auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam. Nun erlebt First Days seine CH-Premiere. «Uns gefiel die Idee, die Grenzen des Audiovisuellen weitestmöglich zu verschieben », sagt Allamand. Nichts kann für einen Grenzgang wie diesen geeigneter sein als die Übergangszonen zwischen Dies- und Jenseits. Statt Kurt Cobain sind es in dem Film zwei Tänzerinnen, die durch abstrakte und konkrete Post- Mortem-Landschaften geistern, diesmal begleitet von einer Live-Act-Vertonung.

 


 

Inhalt

Zwei Geister begegnen sich im Limbo, ein Ort zwischen dem Irdischen und dem Jenseits. Die zwei Geister sind noch gefangen in ihren menschlichen Körpern, haben aber die Fähigkeit zu sprechen bereits verloren. Sie verweilen nur ein paar Tage im Limbo, bevor ein Irrlicht ihnen den Weg zum Portal weist. Swissfilms.ch

 

Kontext

First Days ist eine emotionale Reise, in der das Jenseits bereits Diesseits ist. Das Ende ist Vollendung, Vollendung ist Fülle, Fülle ist embryonale Potenz. (…) Die beeindruckende Kameraarbeit von Fabian Kimoto bevorzugt geringe Schärfentiefen, Close-ups, unscharfe Bilder, vergleichbar den Sichtweisen eines Kleinkindes. Peter Bräker – hier auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Reife – «modelliert» Details und Landschaften durch einen Ton, der als Protagonist hervortritt. Und die Protagonistinnen: zwei Tänzerinnen, Nasheeka Nedsreal und Corti Jia-Yu, die jenseits der Welt der Worte sprechen können und so erneut das Ende mit dem Anfang des Lebens verbinden. Giuseppe Di Salvatore, Filmexplorer