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ARCHIV | Le Bon Film

 
Filmbild
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WHAT DOES NATURE SAY TO YOU?


Südkorea 2025

108 Min. Farbe. DCP. OV/d

 

Regie: Hong Sang-soo

Buch: Hong Sang-soo

Kamera: Hong Sang-soo

Schnitt: Hong Sang-soo

Musik: Hong Sang-soo

Mit: Ha Seong-guk, Kwon Hae-hyo, Cho Yun-hee

Hong Sang-soo ist der Fassbinder oder Rohmer Südkoreas. In dreissig Jahren hat er vierunddreissig Spielfilme gedreht, skizzenhafte Werke von erheblicher Komik. Sie handeln von durchzechten Nächten, unerfüllten Sehnsüchten, von Liebe, Begehren, Lügen. Sie spielen in einem Bereich, in dem sich Fiktion und Realität durchdringen; und sie werden an die grossen Festivals eingeladen – so auch What Does that Nature Say to You in den Internationalen Wettbewerb der letztjährigen Berlinale. Mit einer Lo-Fi- Videokamera aus den Augen des kurzsichtigen Poeten gefilmt, zieht uns Hong erneut in einen munteren Beziehungsreigen hinein.

 


 

«Ein Auto fährt vor, das Paar darin verabschiedet sich, dann steigen aber doch beide aus, und er raucht eine Zigarette. Eigentlich könnte er jetzt schnell das Haus ihrer Eltern anschauen, von oben, vom Parkplatz aus. Sie machen sich auf den Weg. Und so führt scheinbar mühelos eins zum anderen. Unter der Oberfläche wohlverhaltener Konversation brodeln derweil grosse Emotionen: Bringst du deinen Freund mit nach Hause, weckt das Erwartungen und wilde Projektionen – die im Weiteren in der vom Vater angelegten Gartenlandschaft fröhlich durchdekliniert werden. Einfach köstlich!» Katja Wiederspahn, Viennale

 

«Was (…) in kleinen Schritten und (…) zum Clash unversöhnlicher Lebensvorstellungen und unbewältigter Familienkonflikte ausartet. Das mag wie ein klassischer, sich genüsslich zur Eskalation hochschraubender Komödienstoff klingen (…). Und es ist tatsächlich Hongs kompaktester, am deutlichsten auf Komödie hin geschriebener Film seit langem. Doch wie in all seinen Filmwelten liegt auch in What Does that Nature Say to You Komik neben Tragik, Spiritualität neben Suff-Ideen, Verzweiflung neben dem Willen, das Leben so zu nehmen, wie es kommt.» Tilman Schumacher, critic.de