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ARCHIV | Le Bon Film

 
Filmbild
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TARDES DE SOLEDAD


Spanien, Frankreich, Portugal 2024

125 Min. Farbe. DCP. Sp/d

 

Regie: Albert Serra

Buch: Albert Serra

Kamera: Artur Tort

Schnitt: Albert Serra, Artur Tort

Musik: Ferran Font, Marc Verdaguer

Mit: Roberto Domínguez, Francisco Manuel Durán, Antonio Gutiérrez, Francisco Gómez

Der konzentrierte Blick des Toreros. Die ruhenden Augen des Stiers. An Nachmittagen der Einsamkeit treffen der 28-jährige Matador Andrés Roca Rey und die rund fünfjährigen, fünfhundert Kilo schweren Bullen aufeinander. Vierzehn Stierkämpfe in verschiedenen spanischen Arenen hat der katalanische Filmemacher Albert Serra mit seinen diversen Kameras und Mikrofonen aufgenommen. Sein erster Dokumentarfilm kommentiert und wertet nicht, er zeichnet die Gesten, die Gefahr, das Ritual um Leben und Tod auf. Der Film ist eine filmische Erfahrung, die fesselt, konfrontiert und nachdenklich stimmt. Das Gespräch mit dem Regisseur Albert Serra findet am Freitag, 29. August im Stadtkino Basel statt. Moderation: Beat Schneider.

 

«Der Matador Andrés Roca Rey gilt als Star unter den Stierkämpfern. In Begleitung seiner Toreros reist der 28-jährige Peruaner von einer spanischen Arena zur nächsten. Doch das blutige Geschäft erfordert höchste Konzentration: vom Ankleiden im Hotelzimmer über die tradierten Bewegungsabläufe vor dem gereizten Tier bis zum finalen Todesstoss. Albert Serra dokumentiert das umstrittene Schauspiel mit nüchternen, eindringlichen Bildern. Und so wirken die einsamen Stunden des Matadors und seine tänzelnde Choreografie im bestickten Kostüm so befremdlich wie das gesamte Spektakel. Und eine Ewigkeit die letzten Sekunden des Stiers.» Michael Pekler, Viennale

 

«Tardes de soledad ist ein so faszinierender wie fesselnder Dokumentarfilm, der die Gemüter spaltet. Warum sollte der aus der Zeit gefallenen Tierquälerei solch eine Aufmerksamkeit geschenkt werden? Albert Serra entzieht sich einer Wertung oder eines Urteils, er beobachtet nur. Und diese Beobachtung offenbart die Absurdität des Stierkampfs, wie man sie selten gezeigt bekommt. Es geht um Mut und Ehre. Eleganz und Brutalität. Narzissmus und Triumph.» Tobias Obermeier, TAZ