NAKED YOUTH
Japan 1960
96 Min. Farbe. 35 mm. J/d/f
Regie: Nagisa Oshima
Buch: Nagisa Oshima
Kamera: Takashi Kawamata
Schnitt: Keiichi Uraoka
Musik: Riichiro Manabe
Mit: Miyuki Kuwano, Yusuke Kawazu, Yoshiko Kuga, Fumio Watanabe, Kei Sato
«Ein starkes Generationenporträt zweier ‹wütender› japanischer Jugendlicher» San Sebastian Festival, 2013
«Naked Youth handelt von einem jungen Liebespaar, das sein Geld mit kleinen Gaunereien verdient und immer mehr kriminell wird. Das allein erinnert schon an A bout de souffle, der zur gleichen Zeit entstand. Welten voneinander entfernt entstanden, sind sie beide Ausdruck einer globalen Befindlichkeit zum einen, Welten umspannende Lust, mit Gewesenem zu brechen und Neues daraus zu entwickeln, die Filmsprache explodieren zu lassen, um sie neu zu ordnen. Bestechend ist noch heute die erzählerische Wucht, mit der dieser Film aufwartet. Auf Breitleinwand gewagte Cadragen, radikale Nähe und die Verknüpfung von Besitz und Sexualität.» Trigon Film
«Dieser zweite Spielfilm des damals 28-jährigen in Kyoto geborenen Regisseurs wurde weithin als der erste Vorstoss einer einheimischen New Wave angesehen, Japans eigenwillige Antwort auf die weltweite Bewegung von Filmemacher:innen, die alles in frage stellten, was ihnen vorausgegangen war. Dies bedeutete die Ablehnung des klassischen japanischen Kinos,das sich dem Ästhetizismus verschrieben hatte, und insbesondere der Werke und Werte von Kenji Mizoguchi und Yasujiro Ozu – vor allem der Wertschätzung der ‹stillen Tugenden› durch Letzteren. Es bedeutete auch, die Kamera von ihrem üblichen Stativ zu lösen, um die Freiheit der Handkamera im breiten CinemaScope-Format zu fördern.» Robert Keser, sensesofcinema.com, Mai 2007










