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ARCHIV | Le Bon Film

 
Filmbild
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Amor Fati


Portugal, Schweiz, Frankreich 2021

102 Min. Farbe. DCP Port/d/f

 

Regie: Cláudia Varejão

Buch: Cláudia Varejão

Kamera: Cláudia Varejão

Schnitt: João Braz, Cláudia Varejão

Ton: Takashi Sugimoto, Adriana Bolito

«Der Film Amor Fati sucht nach Teilen, die sich gegenseitig ergänzen. Es sind Porträts von Paaren, Freunden, Familien sowie Tieren und ihren Besitzern. Zusammen teilen sie die Intimität des täglichen Lebens, ihre Gewohnheiten, den Glauben, den Geschmack oder auch körperliche Merkmale. In ihren Gesichtern und der Choreographie ihrer Gesten entdecken wir die Geschichte, die sie miteinander verbindet. Aus dem täglichen Leben gespiesen, portraitiert der Film vor unseren Augen einen Chor von Zuneigungen und zugleich das kollektive Gedächtnis eines Landes. In Aristophanes’ Worten in Platons "Gastmahl": Ist es das etwa, was ihr wünscht, möglichst an dem selben Ort miteinander zu sein und euch Tag und Nacht nicht voneinander zu trennen? Denn wenn es euch hiernach verlangt, so will ich euch in eins verschmelzen und zusammenschweissen, so dass ihr aus zweien eins werdet.   

Mira Film

 

«Über ihren behutsamen Blick sondieren wir die im Bild erscheinenden Körper, entdecken die Poren ihrer Haut, ihre Falten, stellen uns ihre Küsse vor. Aus den Tiefen der Intimität fördert Cláudia Varejão atemberaubenden Porträts zu Tage. Liebe in all ihren Formen bringt eine Choreographie der plastischen Ähnlichkeiten hervor, die auch den Sinn des Paarseins in unserer heutigen Welt hinterfragt.»    

Elena López Riera, Visions du Réel

 

«Ich habe versucht, eine chorische Seite des Lebens aufzubauen, in der der Singular dem Plural und das Mikro dem Makro Platz macht. Der Film ist ein Atlas von Geschichten und Emotionen, die mein Gefühl für die Menschheit ausdrücken und das sich zunehmend verstärkt - angesichts unserer Verletzlichkeit, angesichts des Todes. Das Schaffen von Bildern ist mein Versuch, die Vergänglichkeit der Ereignisse zu überwinden, indem ich etwas Grösseres und Schöneres hinzufüge. So ist das Leben - unverständlich. Ich bemühe mich, es mit meinen Filmen verständlicher zu machen. Vielleicht hilft uns Kino, so das Ende vorzutäuschen.»   

Cláudia Varejão

 

Cláudia Varejão     

Cláudia Varejão wurde in Porto geboren und studierte Regie im Programm für Kreativität und künstlerisches Schaffen der Calouste-Gulbenkian-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Internationalen Filmaka- demie São Paulo. Auch studierte sie Fotografie am AR.CO Centro de Arte e Comunicação Visual in Lissabon. Sie ist die Autorin der Kurzfilmtrilogie Fim-de-semana, Um dia Frio und Luz da Manhã. Ama-San, das Porträt japanischer Taucherinnen, war ihr Debüt eines abendfüllenden Filmes und erhielt weltweit Dutzende von Auszeichnungen, gefolgt von No Escuro Do Cinema Descalço Os Sapatos, einem Film, der der Intimität einer Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern einer Tanzkompanie folgt. Amor Fati ist ihr neuester Film und erhielt den Basler Filmpreis 2020.