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ARCHIV | Ida Lupino

 
Filmbild
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Not wanted


USA 1949

91 Min. Farbe. DCP. E/e

 

Regie: Elmer Clifton, Ida Lupino

Buch: Paul Jarrico, Ida Lupino, Malvin Wald

Kamera: Henry Freulich

Schnitt: William H. Ziegler

Musik: Leth Stevens

Mit: Sally Forrest, Keefe Brasselle, Leo Penn, Dorothy Adams, Wheaton Chambers

«Ida Lupinos erster Film als Regisseurin (den sie auch produzierte) stammt aus dem Jahr 1949 und ist ein bestürzender Mix aus Mitgefühl und Erfindungsreichtum. (...) Sally Kelton (Sally Forrest), eine naive neunzehnjährige Nachtclubkellnerin, verliebt sich in Steve Ryan (Leo Penn, Seans Vater), einen einschüchternden Pianisten mit Hochkultur-Ambitionen, und verliert ihre Unschuld an ihn. Als Steve die Stadt verlässt, folgt Sally ihm und lässt dafür einen weichherzigen, hart arbeitenden, verwundeten Kriegsveteranen (Keefe Brasselle) zurück. Bald erfährt sie, dass sie schwanger ist, und mehr Ärger kommt auf. Lupino zeigt eine dokumentarische Begierde für die Details von Arbeit und Freizeit. Sie vermittelt Sallys weltfremde, unpraktische Leidenschaft mit zarten, intimen Nahaufnahmen und einer intensiven, effektgetriebenen Subjektivität – eine halluzinatorische Sequenz in einem Krankenhaus ist ein Meisterwerk des Low-Budget-Expressionismus. Eine unpassende, aber majestätische Verfolgungsjagd, die eine fotogene Reihe von Orten in Los Angeles hervorhebt, projiziert das intime Melodram auf die Weltbühne. Mit Dorothy Adams als Höllenmutter.»

Richard Brody, New Yorker

 

«Die in England geborene Ida Lupino (...) entwickelte sich in Hollywood bald zum Schauspielstar, schrieb aber auch eigene Drehbücher und gründete zusammen mit ihrem Mann Collier Young eine eigene Produktionsfirma. Als Elmar Clifton beim 16-mm-Dreh von Not Wanted nach einer Herzattacke kurzfristig ausfiel, übernahm Ida Lupino die Regie und startete so eine neue Karriere. Das auf einem von ihr (mit-)geschriebenen Drehbuch basierende Melodram mit leisem Happy End nimmt keine moralisierende Haltung ein, sondern zeigt eine Kellnerin, deren Liebe bitter enttäuscht wird.»

Kino Xenix, März 2009