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ARCHIV | Aufbruch in die Moderne!

 
Filmbild
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Malmkrog


Rumänien/Serbien/Schweiz 2020

201 Min. Farbe. DCP. OV/d/f

 

Regie: Cristi Puiu

Buch: Cristi Puiu, Vladimir Solovyov

Kamera: Tudor Vladimir, Panduru

Schnitt: Dragos Apetri, Adrei Iancu, Bogdan Zarnoianu

Mit: Frédéric Schulz-Richard, Diana Sakalauskaité, Ugo Broussot

«Die Kulisse für Cristi Puius Malmkrog bildet der Herrschaftssitz eines reichen Grossgrundbesitzers im 19. Jahrhundert. Nikolai, ein Mann von Welt, lädt über Weihnachten seine Freunde ein und stellt ihnen sein Landgut zur Verfügung. Die Gäste verbringen die Zeit im Herrenhaus in Luxus mit reichhaltigen Mahlzeiten, Gesellschaftsspielen und langen Gesprächen über den Tod und den Antichristen, den Fortschritt und die Moral. Die Stunden vergehen, die Gespräche werden immer hitziger, die Themen immer ernster, und die Unterschiede in der Kultur und den Sichtweisen zeigen sich immer deutlicher.»   

Kultkino.ch    

 

«Dieser Film ist ein grosses Argument. Dafür, dass einander Wort und Kunst im Kino nicht widersprechen müssen. Dass auch ein intensiver Diskurs, klug gefilmt und geschnitten, spannend sein kann wie ein Thriller. Und dafür, dass ein gewagter ästhetischer Wurf oftmals Mut zum Extremen erfordert – und zum Verweilen. Dem grossen rumänischen Auteur Cristi Puiu (…) gelingt in Malmkrog, seinem neuen und bisher ästhetisch mit Abstand anspruchsvollsten Werk, ein ganz besonderes Experiment: Basierend auf einem Essayband des russischen Philosophen Wladimir Solowjow gestaltet sich die Tafelrunde im aristokratischen Herrenhaus des Gutsbesitzers Nikolai auf der Leinwand zu einer wahren Tour de Force des Denkens: Ein Politiker, ein General mit seiner Frau, eine junge Dame und eine russische Gräfin begeben sich in gepflegter Gesellschaft auf eine gedankliche Reise durch die Historie, versuchen, ihre jeweiligen Standpunkte zu vertreten, diskutieren in kammerspielartiger Atmosphäre über Tod und Antichrist, Glaube und Atheismus, Fortschritt und Moral, Nationalbestrebungen und europäische Ideen.»   

Pamela Jahn, 07/2021, ray-magazin.at