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ARCHIV | Federico Fellini

 
Filmbild
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La città delle donne


Italien, Frankreich 1980

139 Min. Farbe. DCP. I/d

 

Regie: Federico Fellini

Buch: Federico Fellini, Bernardino Zapponi, Brunello Rondi

Kamera: Giuseppe Rotunno

Schnitt: Ruggero Mastroianni

Musik: Luis Bacalov

Mit: Marcello Mastroianni, Anna Prucnal, Bernice Stegers

«Im Zug sitzt der notorische Schürzenjäger Snàporaz einer verführerischen Frau gegenüber. Er folgt der Schönen und landet so in einem abgelegenen Hotel. Zu seinem Entsetzen tagt dort gerade ein Feministinnen-Kongress, für dessen Teilnehmerinnen Snàporaz ein gefundenes Fressen ist. Ein surrealer Bilderreigen, in dem Fellini auf skurrile Weise und mit überbordender Fantasie traditionelle Männerträume und Machoattitüden persifliert.»  

Filmpodium.ch

 

«Fellini gelingt das Porträt eines nicht mehr jungen Mannes, der verwirrt und verängstigt auf die Frauenbewegung reagiert. (…) Er hat durchaus recht, wenn er akzentuiert, dass dieser Film weniger ein Film über die Frauen sei als ein Film über einen Mann, der, in der alten Kruste des italienischen Männlichkeitsmythos verharrend, sich nicht zu helfen weiss. (…) Fellini will diesen Durchschnittshelden nicht rechtfertigen, doch verständlich machen. (…) Mastroianni vermag wie kein anderer den weichen, unbestimmten, gedankenträgen Mann zu spielen, zu dessen Lebenserfahrung aber auch gehört, dass sich Frauen ihm freundlich, vielleicht sogar erotisch animiert nähern. Er ist ein verwöhnter Mann – desto mehr verletzt ihn der Angriff der Frauen, versetzt ihn in tiefe Ratlosigkeit, aus der er sich nur dadurch heraushelfen kann, dass er sich auf seine alte Identität zurückzieht, also nichts lernt.»   

Thomas Koebner: Federico Fellini, et+k 2010