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ARCHIV | Aufstrebende Balkan-Regisseurinnen

 
Filmbild
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Hive


Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Schweiz 2021

84 Min. Farbe. DCP. OV/d

 

Regie: Blerta Basholli

Buch: Blerta Basholli

Kamera: Alex Bloom

Schnitt: Félix Sandri, Enis Saraçi

Musik: Julien Painot

Mit: Yllka Gashi, Çun Lajçi, Aurita Agushi

«Fahrije hat keine Neuigkeiten von ihrem Mann, der wie so viele andere während dem Kosovo-Krieg verschwunden ist. Sie kümmert sich alleine um ihre beiden Kinder und ihren kranken Schwiegervater. Um ihre Familie zu versorgen, gründet Fahrije ein kleines Unternehmen und beginnt zusammen mit anderen Frauen aus dem Dorf die Gemüsepaste Ajvar zu produzieren. Doch ihr Ehrgeiz und ihr Wunsch nach Autonomie werden in ihrem traditionellen Umfeld nicht gern gesehen, ihre Arbeit wird sogar sabotiert. Hartnäckig, energisch und freiheitsliebend kämpft Fahrije unerbittlich gegen die Vorurteile ihrer Gemeinschaft. Sie will ihren Kindern und den Frauen in ihrem Dorf eine Zukunft ermöglichen, während sie noch immer dem Mann nachtrauert, den sie geliebt hat.» 

Frenetic Film

 

«Das Erstlingswerk der kosovarischen Regisseurin Blerta Basholli zeichnet mit wenigen Anpassungen die Erfolgsgeschichte der Unternehmerin Fahrije Hoti nach, die es in ihrem Land zu Bekanntheit gebracht hat. Gleichzeitig zeigt sie drei Generationen, die schliesslich nur gemeinsam über einen traumatisierenden Verlust hinwegkommen können. Indem Basholli ganz auf szenische Rückblenden verzichtet, bleibt dem vermissten Mann, Sohn und Vater eine physische Präsenz im Film verwehrt – was den Konflikt der Zurückgebliebenen noch spürbarer macht. Dies ist nur eine der dramaturgischen Entscheidungen, die Basholli neben zwei anderen auch die Auszeichnung für die Beste Regie beim Sundance Film Festival eingebracht hat.»   

Silvia Posavec, Filmbulletin, 06.10.2021