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ARCHIV | Miloš Forman

 
Filmbild
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Die Liebe einer Blondine (Lásky jedné plavovlásky)


ČSSR 1965

85 Min. sw. DCP. TSCH/d

 

Regie: Miloš Forman

Buch: Miloš Forman, Jaroslav Papoušek, Ivan Passer

Kamera: Miroslav Ondříček

Schnitt: Miroslav Hájek

Musik: Evžen Illín

Mit: Hana Brejchová, Vladimír Pucholt, Vladimír Mensík, Ivan Kheil

«Andula arbeitet in der Schuhfabrik von Zruč und lebt zusammen mit den anderen jungen Frauen ihrer Abteilung im lokalen Wohnheim. Die Wochenenden in dieser nicht allzu weit von Prag entfernten Kleinstadt sind todlangweilig; romantische Begegnungen finden höchstens in den Köpfen der Arbeiterinnen statt. Doch dann wird von der Betriebsleitung ein Tanzabend mit den Angehörigen eines Reservistenbataillons organisiert. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen findet Andula die mittelalterlichen Männer abstossend – und macht stattdessen dem Pianisten der Tanzkapelle schöne Augen.»

Kino Xenix Zürich, Dezember 2016

 

«Als ich Mitte der 80er-Jahre mit Dokumentarfilmen anfing, entdeckte ich, wie man die Realität nicht nur beobachten, sondern auch formen kann. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich in die Tschechoslowakische Neue Welle verliebt. Also Forman, Passer, Nemec. Mein Lieblingsfilm aus dieser Zeit ist wahrscheinlich Die Liebe einer Blondine, der die Welt ohne Agenda, Rhetorik oder Plot-Mechanik, aber mit viel Empathie und Ironie betrachtet. Er beweist, dass, wenn man ein gutes Gespür für das Casting hat und weiss, wohin man die Kamera stellen muss und wann man gerade nicht schneiden sollte, die gewöhnlichsten Dinge zu etwas Poetischem und Zeitlosen erhoben werden können.»

Paweł Pawlikowski