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ARCHIV | Le Bon Film

 
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Marianne & Leonard: Words of Love


USA/Kanada 2019

102 Min. Farbe. DCP. OV/d

 

Regie: Nick Broomfield

Buch: Nick Broomfield

Kamera: Barney Broomfield

Schnitt: Marc Hoeferlin

Musik: Nick Laird-Clowes

Mit: Marianne Ihlen, Leonard Cohen, Nick Broomfield, Nancy Bacal, Jeffrey Brown

«In den 1960er-Jahren war Hydra eine Enklave für Beatniks, KünstlerInnen und Gestrandete aus aller Welt. Kurze Farbfilm-Schnipsel und Schwarz-Weiss-Fotografien zeigen die junge Norwegerin Marianne Ihlen, ihren Sohn Axel und Leonard Cohen in glücklicher Dreisamkeit. Die Geschichte dazu erzählen sie selbst und ihre ZeitgenossInnen aus dem Off: Sex unter freiem Himmel, Acid- und Speedrausch mit anschliessendem Bad im Meer, endlose Sonnenstunden allein mit der Schreibmaschine, mehr Sex, mehr Drogen und der unvermeidliche Kater nach dem Rausch.»

Karsten Munt, Filmdienst.de

 

«Wie schon in seinen vorherigen Dokumentationen über MusikerInnen und ihre Beziehungen versucht sich Broomfield am Spagat zwischen der kunstschaffenden Person und dem Menschen. Dies gilt im Falle von Marianne & Leonard sowohl im Falle Cohens als auch Ihlens, deren Lebenswege nachverfolgt werden, Parallelen aufgezeigt werden und ihre Anziehung zueinander definiert wird. Bei all der Bewunderung, die man für die Songs Leonard Cohens hat, bleibt der starke Eindruck, den diese Frau auf sein Schaffen hinterlassen hat. (…) Ein nicht unwesentlicher Bestandteil in ihrer beider Leben ist der Zwiespalt zwischen dem gewünschten Leben, dem Erfolg und der Herkunft. Die paradiesisch anmutende Insel Hydra, die immer wieder in zahlreichen Aufnahmen aufblitzt, spielt hierbei eine wichtige Rolle, gibt sie doch Einblick in die Möglichkeit des Lebens und Miteinanders, die sie bot für Menschen wie Cohen und Ihlen. Beide können nicht sein ohne dieses Leben, diese Insel, was speziell Cohen immer wieder zurückkehren lässt. Andererseits wird sie immer mehr zum goldenen Käfig für Ihlen, wie die zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen, Verwandten und Freunden zeigen, da sie sich immer weniger als Teil des Lebens ihres Geliebten sieht.»

Rouven Linnarz, Film-rezensionen.de, 21.9.2019

 


 

Nick Broomfield
Der britische Dokumentarfilmemacher studierte zunächst Rechts- und Politikwissenschaft, bevor er sich an der National Film School bei Professor Colin Young einschrieb. Während seines Studiums drehte er mit einer aufziehbaren Bolex-Kamera seinen ersten Film Who Cares über Slum Clearance in Liverpool. Gemeinsam mit Joan Churchill drehte er mehrere Filme, darunter Juvenile Liaison, Tattooed Tears, Soldier Girls und Aileen: Life and Death of a Serial Killer. Nick Broomfield ist bekannt für seinen sehr eigenwilligen Dokumentarstil. So filmt er beispielsweise gerne mit einer minimalen Crew, die in der Regel nur aus ihm und ein oder zwei Kameraleuten besteht.