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ARCHIV | Hirokazu Kore-eda

 
Filmbild
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Billy Elliot


Grossbritannien/Frankreich 2000

110 Min. Farbe. 35mm. E/d/f

 

Regie: Stephen Daldry

Buch: Lee Hall

Kamera: Brian Tufano

Schnitt: John Wilson

Musik: Stephen Warbeck

Mit: Jamie Bell, Julie Walters, Jamie Draven, Gary Lewis, Jean Heywood
Kopie: Kinemathek Le Bon Film

«Durham, 1984: Während die Kumpel gegen die regierenden Tories unter Margaret Thatcher im Dauerstreik liegen, beschäftigen den von seinem verwitweten Dad alleinerzogenen Arbeitersohn Billy Elliot ganz andere Dinge: Dieser liebt es nämlich, zu Musik zu tanzen, speziell in seiner ganz individuellen Ausdrucksform aus Step und Ballett. Das passt allerdings überhaupt nicht zum just um Billy herum kultivierten Männerbild des eisenharten Malochertypen; gleichaltrige Jungs gehen lieber zum Boxtraining, derweil Ballett was für Mädchen oder allerhöchstens ‹für Schwule› ist. Billys Faible fürs Tanzen hat allerdings nichts mit seiner wie auch immer gearteten Sexualität zu tun, was schliesslich auch sein Vater und sein älterer Bruder Tony einsehen.»

Funxton, In meinem Herzen haben viele Filme Platz, 31.5.2015

 

«Billy Elliot klingt ganz nach einem verklärten ‹Du-kannst-alles-schaffen-wenn-du-wirklich-willst›-Film amerikanischer Art. Tatsächlich haben wir es damit zu tun, allerdings – und das ist der Unterschied – made in Britain. Billy Elliot feiert weniger euphorisch die Idee des tapferen Tellerwäschers, der es mit Willenskraft zum Millionär bringt, sondern reflektiert stattdessen soziale Wirklichkeit durch die Augen eines zehnjährigen Jungen. Das Milieu, in dem Billy lebt, ist rau. (…) Umso erstaunlicher ist es, dass Billy die Realität nicht durch Anpassung bewältigen will, sondern nach einem eigenen Weg sucht, sein Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung zu befriedigen.»

Lisa Schneider, Schnitt Online