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Mnemocine – Buchvernissage und Film


Mnemosyne, die Mutter der Musen, hat uns Menschen die Wachstafel geschenkt, damit wir uns erinnern können: «(…) was sich abdrückt, dessen erinnern wir uns» (Platon). Doch die Wachstafel selbst, diese Technik des Erinnerns, schreibt immer auch mit an unserer Erinnerung, sie er-innert uns. Dementsprechend ist auch das Kino ein Ort, an dem wir er-innert werden: an dem Erinnerungen und komplexe Zeiterfahrungen nicht nur dargestellt und simuliert, sondern auch hergestellt und stimuliert werden. In den Erinnerungseffekten des Films wird unser Gedächtnis neu konstruiert. «MnemoCine. Die Konstruktion des Gedächtnisses in der Erfahrung des Films» untersucht dieses Gedächtniswissen des Films. Das 2016 bei Diaphanes erschienene Buch des Filmphilosophen Matthias Wittmann bringt das Kino auf die Spur der Erinnerung und die Erinnerung auf die Spur des Kinos. Die Buchpräsentation wird in Form eines Vortrags mit zahlreichen Filmclips stattfinden. Im Anschluss an die Filmvorführung wird die CH-Vernissage des Buches mit einem Apéro gebührend gefeiert.