
The Daughter
Australien 2015
93 Min. Farbe. DCP. E/d
Regie: Simon Stone
Buch: Simon Stone, nach einem Theaterstück von Henrik Ibsen
Kamera: Andrew Commis
Schnitt: Veronika Jenet
Musik: Mark Bradshaw
Mit: Sam Neil, Geoffrey Rush, Anna Torv, Miranda Otto, Paul Schneider
«Christian kehrt an den Ort des Aufwachsens zurück - sein ihm entfremdeter Vater heiratet die langjährige Hauswirtschafterin. Er nimmt Kontakt zu seinem alten Schulfreund und dessen Familie auf, und bald schon brechen vormalige Konflikte wieder auf, will Verdrängtes ans Licht und Christians selbstzerstörerische Impulse richten sich nach aussen: Das Geheimnis, das die beiden Familien verbindet, soll endlich gelüftet werden, um jeden Preis! Schauspieler, Theaterregisseur und Dramatiker Simon Stone, 1984 in der Schweiz geborener Sohn australischer Eltern, lange Jahre down under tätig und nunmehr mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneter Hausregisseur des Theaters Basel, legt mit The Daughter sein Spielfilmdebüt vor. Es fusst auf Stones eigener Inszenierung von Henrik Ibsens Schauspiel «Die Wildente» am Belvoir St. Theater in Sydney aus dem Jahr 2011 und verlagert Figurenkonstellation wie Problemgemengelage ins ländliche Australien der Gegenwart, wo sie ebenso verheerende Wirkungen zeitigen wie 1884 bei der Uraufführung in Norwegen. Eingebettet in Stones souveränen Umgang mit den filmischen Mitteln erstrahlt die beeindruckende Zusammenarbeit eines hervorragenden Schauspielensembles und bringt die Seele der Geschichte zum Glühen.»
Alexandra Seitz, Bildrausch Filmfest Basel 2016
«An keiner Stelle merkt man die Herkunft des Stoffes und des Machers an, der sich bislang vor allem als Theaterregisseur einen Namen gemacht hat. Gerade bei solchen Konstellationen trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und allzu oft bleiben Adaptionen von Bühnenwerken - zumal dann, wenn sie von Theaterleuten inszeniert werden - seltsam steif und starr. Nicht so in diesem Falle: Simon Stone findet genau die richtigen Bilder und Einstellungsgrössen, zeigt sich variabel im Einsatz seiner genuin filmischen Mittel und verfügt darüber hinaus über ein ausgezeichnetes Gespür für Darsteller. (...) Das Ensemble beherrscht nicht nur die grossen Szenen mit starker Emotionalität, sondern auch die kleinen und feinen Zwischentöne, die Blickwechsel und kleinen Gesten, die so unendlich viel erzählen von den inneren Konflikten, dass man gar nicht anders kann, als sich auf dieses faszinierende Wechselbad der Gefühle einzulassen und dem Ende entgegenzufiebern. Ein kleines Meisterwerk, das definitiv gespannt macht auf die nächsten Schritte von Simon Stone.»
Joachim Kurz, Filmfest München 2016






