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ARCHIV | Le Bon Film

 
Filmbild
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Safari


Österreich 2016

91 Min. Farbe. DCP. D

 

Regie: Ulrich Seidl

Buch: Veronika Franz, Urlich Seidl

Kamera: Ulrich Seidl, Wolfgang Thaler

Schnitt: Christof Schertenleib

Mit: Gerald Eichinger, Eva Hofmann, Manuel Eichinger, Tina Hofmann, Manfred und Inge Ellinger

«Afrika. In den Weiten der Wildnis, dort, wo es Buschböcke, Impalas, Zebras, Gnus und anderes Getier zu Tausenden gibt, machen sie Urlaub. Deutsche und österreichische Jagdtouristen fahren durch den Busch, sie liegen auf der Lauer, sie gehen auf die Pirsch. Dann schiessen sie, weinen vor Aufregung und posieren vor ihren erlegten Tieren. Ein Urlaubsfilm über das Töten, ein Film über die menschliche Natur.»
Ulrich Seidl Film Produktion

 

«Mit Safari wollte ich nicht die Reichen, die Adeligen, die Scheichs und Oligarchen bei ihrer Grosswildjagd zeigen, sondern das Normale und Alltägliche. Die Jagd in Afrika ist heutzutage längst auch für den westlichen Durchschnittsmenschen erschwinglich geworden. Dabei war es meine Intention, die Beweggründe des Jagens und die Besessenheit daran herauszufinden und darzustellen. Somit ist der Film auch ein Film über das Töten geworden.»
Ulrich Seidl

 

«Was sind das für Leute, die Unmengen von Geld ausgeben, um Tausende Kilometer weg von zu Hause exotische Tiere abzuknallen, die ihnen extra für diesen Zweck vor die Nase gestellt werden? Sind es Menschen auf der Suche nach sich selbst, Leute, die zu viel Vermögen und zu viel Zeit haben, oder liegt vielleicht doch etwas zutiefst Archaisch-Menschliches in der Jagd in der exotischen Wildnis? (...) Ulrich Seidl gelingt hier mit gewohnt makellosen Bildern (von Kameramann Wolfgang Thaler) und der Beobachtung von ein paar schrägen Typen nichts weniger als ein bitterböses, aber sehr wahrhaftiges Porträt vom Menschen an sich: Wir alle wären so gerne mutige Jäger und Sammler, aber auch mit viel gutem Willen bleiben wir letztendlich nicht viel mehr als Kinder, die viel zu verantwortungslos mit scharfen Waffen, grossen Worten und dem echten Leben spielen.»
Skip, 2016

 

Ulrich Seidl
Geboren 1952 in Wien, ist Regisseur, Autor und Produzent. Er begann seine Karriere mit preisgekrönten Dokumentarfilmen wie Good News (1990), Tierische Liebe (1995) oder Models (1998). Mit seinem Spielfilm-Debüt Hundstage gewann er 2001 den Grossen Preis der Jury bei den Filmfestspielen von Venedig. Nach Import Export (2007), dem ersten Film, den Seidl mit der eigenen Produktionsfirma hergestellt hat, entstand seine erfolgreiche, preisgekrönte PARADIES Trilogie (2012), deren Filme in den Wettbewerben von Cannes, Venedig und Berlin ihre Uraufführung feierten. Es folgten Im Keller (2014) und Safari (2016).