Chevalier
Griechenland 2015
105 Min. Farbe. DCP. GR/d
Regie: Athina Rachel Tsangari
Buch: Efthymis Filippou, Athina Rachel Tsangari
Kamera: Christos Karamanis
Schnitt: Matthew Johnson, Yorgos Mavropsaridis
Mit: Vangelis Mourikis, Yorgos Kentros, Yorgos Pirpassopoulos, Panos Koronis, Sakis Rouvas
«Eine Gruppe griechischer Männer mittleren Alters und offensichtlich höheren Einkommens vergnügt sich auf einer Luxusjacht. Mit Speerfischen und Tauchen und den üblichen Seitenblicken auf die Leistungsfähigkeit der anderen. Dann aber schlägt einer vor, den «grundsätzlich Besten» unter ihnen zu küren und mit einem Chevalier-Ring auszuzeichnen. Nun setzt ein irrwitziger, skurriler Wettbewerb ein. Fensterputzen, Silberpolieren, Seeigelsalat machen - alles wird zum Wettstreit, alle notieren sie sich gegenseitig Punkte. Schwanzlängen- und Erektionsvergleiche gibt es zwar auch, aber alles in allem wird der Wettstreit immer «unmännlicher», was die - bis auf einen unter ihnen - ausgesprochen attraktiv herb-männlich wirkenden Darsteller zu skurrilen, bisweilen pathetisch-kindischen Figuren macht.»
Michael Sennhauser, Sennhausers Filmblog 12.8.2015
«Man kann Chevalier als grandiose Komödie über Männer am Rande der Soziopathie ansehen, das Männer-Pendant zu Tsangaris letztem Film Attenberg, der seine Versuchsanordnung rein weiblich besetzte, als Schattenspiel zur griechischen Misere oder auch als grimmiges Statement über den Zustand der europäischen Gesellschaften. Und dann, hinter Wellen und Felsen, doch wieder der Mythos. In diesem vermaledeiten Ring, den am Ende doch niemand bekommt, ist der Glaube gegossen an eine Zeit, in der beides noch gemeinsam stark war, das Griechische und das Männliche. Das vielleicht ist der grösste Witz.»
Georg Seesslen, Die Zeit 21.4.2016











