L’ENCERCLEMENT – LA DÉMOCRATIE DANS LES RETS DU NÉOLIBÉRALISME
Ein Hundertsechzig-Minuten-Dokumentarfilm scheint ein recht erratisches Strandgut zu sein. Gesehen haben wir dieses Traktat über die Demokratie in den Fängen des Neoliberalismus an einem der letzten goldenen Herbsttage an der Viennale 2009. Die Sonne schien und wärmte die Gesichter der Leute vor den Kaffeehäusern. Trotzdem bildete sich eine lange Schlange vor dem riesigen Kinosaal. Alle wollten sie angesichts des brennenden Themas in den Film. Und obwohl Untertitel fehlten und der Saal so eng bestuhlt war, dass die halbe Leinwand oft von den Köpfen der anderen Zuschauer verdeckt war, obwohl drei Stunden fast „nur“ gesprochen wurde, verliess niemand den Saal. Alle hörten und sahen sie gebannt Denkern wie Ignacio Ramonet, Noam Chomsky und Susan George zu. Der Neoliberalismus und seine Vertreter als Totengräber der Demokratie. Noch als die letzten wärmenden Sonnenstrahlen dieses Tages längst verschwunden waren, diskutierten wir uns über die im Film gezeigten Weltsichten und wie sie uns präsentiert worden waren, die Köpfe heiss.