Zum Tod von Dino De Laurentiis
"The Tales of Hoffmann" in Technicolor
Buster Keatons Kurz- und Langspielfilme
Nanni Moretti hat auf seine ganz eigene, zum Teil satirische, zum Teil neurotisch-psychologisierende Art versucht, die Orientierungslosigkeit Italiens nach dem Ende des Kalten Krieges bildhaft darzustellen. In seinen ersten Langfilmen setzt er sich spöttisch mit der Ziellosigkeit seiner Generation, den sogenannten 68ern auseinander; eine Generation, die die Welt verändern wollte, aber an der Starrheit eines zwischen Katholiken und Kommunisten aufgeteilten Italiens scheiterten.
Später ist die irritierende und deprimierende Sprachlosigkeit nicht nur der Linken, sondern jeder politischen Bewegung, die 20 Jahre lang in Opposition zu Berlusconis Hegemonie stand, in Morettis Filmen wie ein Leitmotiv immer präsent.
Morettis Kunst war während einer Zeit der politischen Apathie, die auch die italienische Filmindustrie einschloss und diese in eine tiefe Krise stürzte, eine der wenigen kleinen Oasen sozialkritischen Reflexion.
Mit "Habemus Papam", der zur Zeit in den Kinos läuft, steht nun der Vatikan im Scheinwerfer von Morettis Kritik.
Zwei Filme aus Morettis Phase der Auseinandersetzung mit dem Italien der 90er Jahre befinden sich seit Neuem in unserer Sammlung.
Caro Diario
I/F 1993100 Min, farbig, 35 mm. OV/df
Regie: Nanni Moretti
Buch:Nanni Moretti
Kamera:Giuseppe Lanci
Musik:Nicola Piovani
MitNanni Moretti, Giovanna Bozzolo, Sebastiano Nardone, Antonio Petrocelli, Giulio Base
Aprile
F 1966114 Min. sw. 35 mm. OV/d
Regie: Nanni Moretti
Buch: Nanni Moretti
Kamera:Giuseppe Lanci
Musik:Ludovico Einaudi
Mit Nanni Moretti, Silvio Orlando, Silvia Nono, Pietro Moretti, Agata Apicella Moretti