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Bildrausch
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BILDRAUSCH
FILMFEST BASEL
 
2. Bildrausch
Filmfest Basel
1.6.3.6.12

 

Bildrausch Filmfest Basel ist zurck: Mit zwlf Filmen, die Themen aus ungewohnten Perspektiven betrachten, sich durch narrative Risikobereitschaft und ungezhmte Lust am Visuellen auszeichnen. Rund um diese kompromisslosen Arbeiten webt Bildrausch ein Netz aus Interventionen, Diskussionen und Begegnungsmglichkeiten.

 

Mehr zum Programm: Hier ab Montag, 14. Mai 2012.

 

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Rckblick Bildrausch 2011
(6.7.2011) Das neue Filmfestival Bildrausch wurde zu einem grossen Erfolg. FilmemacherInnen aus dem In- und Ausland sowie zahlreiches Publikum feierten gemeinsam whrend zehn Tagen die erste Ausgabe von Bildrausch, die ein beachtliches berregionales Medienecho auslste.

 

 

Erfolgreicher Start
Die erste Ausgabe von Bildrausch Filmfest Basel geht diesen Sonntag mit Duan Makavejev Sweet Movie zu Ende. Bis zum Zeitpunkt dieser Pressemeldung (Samstag 4.6.2011, 12.00 Uhr) lockte das Festival bei strahlendem Wetter 1700 BesucherInnen ins Stadtkino Basel. Das Medienecho in Presse, Rundfunk, Internet und TV war gross, berregional (nebst Basel und Region auch Zrich und Sddeutschland) und ausgesprochen positiv.

 

 

Festivalstimmung und Highlights
Die einladende Piazza vor dem Stadtkino Basel erwies sich als perfektes Open-Air-Festivalzentrum. Hier und an der Kinobar begegneten sich Publikum und FilmemacherInnen und kamen ins Gesprch. Viele Gste betonten, dass sie bei Bildrausch fanden, was an grossen Festivals fehle: einen gemeinsamen Ort, wo sich alle treffen, ber Filme diskutieren und Festivalerlebnisse austauschen knnen. Sinnbild fr diese Gastfreundschaft war das Essen fr die FilmemacherInnen und geladenen Gste: eine lange, weiss gedeckte Tafel inmitten der BesucherInnen, offen fr jeden, der sich dazu setzen wollte. Eine ideale Umgebung, um neue (gemeinsame) Projekte zu entwerfen.

 

Das schmale Bildrausch-Budget erlaubte es nicht, alle Regisseurinnen und Regisseure einzuladen. Umso grsser war die Freude ber die anwesenden FilmemacherInnen: Aus Griechenland kamen Athina Rachel Tsangari (Attenberg), Yannis Ekonomides (Knifer), Argyris Papadimitropoulos (Wasted Youth), aus den USA Brent Green und Donna K. (Gravity Was Everywhere Back Then), aus Deutschland reiste Franziska Riemann (Lollipop Monster) und Jan Vogel (Wasted Youth) an, aus Portugal Nuno Melo (O Baro )und aus Serbien Duan Makavejev mit seiner Frau und Mitarbeiterin Bojana Makavejev. Im Anschluss an die Screenings fanden angeregte Q&As mit den RegisseurInnen statt, FilmkritikerInnen und WissenschafterInnen hielten Pldoyers vor ihren Lieblingsfilmen. Die griechische Filmemacherin und Produzentin Athina Tsangari verschaffte Studierenden der Universitt Basel, der Universitt Zrich und der ZHdK in einem Werkstattgesprch einen Einblick in ihr Schaffen. An einer Schulvorstellung diskutierten SchlerInnen des Gymnasiums Liestal intensiv mit der deutschen Filmemacherin Ziska Riemann ber ihren Film Lollipop Monster.

 

Einer der Hhepunkte war ein Special Screening im berstend vollen Kinosaal: Brent Green vertonte seine Kurzfilme live, kongenial begleitet durch Howe Gelb (Giant Sand), Jim White (The Bad Three, Nick Cave) und Donna K.
Die gelungene Kooperation mit Zoom, der zeitgleich stattfindenden Basler Filmwerkschau, ergnzte das internationale Filmfest um die regionale Perspektive.

 

 

Rckblick und Ausblick
Bildrausch prsentierte 15 Filme im internationalen Wettbewerb, der mit Athina Tsangaris Attenberg erffnet wurde. Das Wettbewerbsprogramm Cutting Edge bildete den Kern der Bildrausch-Idee, inhaltlich und formal aussergewhnliche Werke vorzustellen. Filme, die auf internationalen Festivals aber fr Aufsehen gesorgt haben, in der Schweiz aber nicht zu sehen gewesen wren.

 

Diese Perspektive wurde mit zwei weiteren Programmen vertieft: Ein Fokus galt dem jungen griechischen Kino und bot mit einem Podium, das vom Kurator Olaf Mller geleitet wurde, einen tiefen Einblick in ein Land, das sich trotz (oder wegen) wirtschaftlicher und sozialer Zerrttung im kreativen Aufbruch befindet. Eine Hommage (mit anschliessender unfassender Retrospektive im Stadtkino Basel) galt dem serbischen Filmemacher Duan Makavejev. Sie wurde gekrnt mit einem Podium, an dem der Visionr und Quergeist im Gesprch mit Jurij Meden (Kurator und Leiter der Slovenska Kinoteka) ber sein eigenwilliges, mit allen Konventionen brechendes Oeuvre sprach und das Publikum mit Anekdoten, intelligentem Wortwitz und seinem frischen Schalk begeisterte.

 

Bildrausch erhielt von FilmemacherInnen und Medienfachleuten viel Lob fr die mutige Filmauswahl und wurde von beiden Seiten und auch vom Publikum krftig zu einer zweiten Ausgabe ermutigt.

 

 

Bildrausch-Preis an Brent Green
Bildrausch zeichnet den besten Film des Wettbewerbs mit einem Preis von CHF 3000 aus. Mit der Wahl des Siegerfilms und der Verleihung des Preises wurde Peter Liechti betraut, dessen filmisches Werk die Idee des radikal Eigenen und damit die Idee von Bildrausch verkrpert.

 

Der Preis fr den Besten Bildrausch-Film 2011 geht an Gravity Was Everywhere Back Then von Brent Green (USA 2010). Peter Liechti schreibt in seiner Jurybegrndung: Der Film erweist sich als vllig zwingende, perfekt die Welt der Protagonisten wiedergebende Ausdrucksform, nicht nur im virtuosen Umgang mit fast allen Mglichkeiten heutiger Filmtechnik, sondern vor allem im tiefen, sprbar persnlichen Nachvollziehen des geschilderten Schicksals. Gravity Was Everywhere Back Then ist die organische Verbindung von Kunst und Erzhlkino und damit die perfekte Einlsung des Bildrausch-Versprechens... Trotz leidenschaftlicher Empathie und einer faszinierenden, gewissermassen fluktuierenden Identifizierung mit dem Schicksal seines ehemaligen Nachbars Leonardt Wood erzhlt Brent Green die tieftraurige Liebesgeschichte zwischen Leonardt und Mary ohne jede Larmoyanz. Ein in dieser Art noch nie gesehenes, wunderbar unsentimentales und dadurch umso berhrenderes Manifest fr die Liebe!

 

 

Detaillierte Infos zum Film und Regisseur
Gravity Was Everywhere Back Then
USA 2010, 75 Min, Farbe, E
Regie: Brent Green
Buch: Brent Green, Donna Kozloskie, Michael McGinley
Kamera: Brent Green, Jem Cohen, Pete Sillen, Jake Sillen, Holli Hopkins, Donna Kozloskie
Animation: Brent Green
Schnitt: Brent Green
Musik: Brent Green, Jim Becker, Michael McGinley, Donna Kozloskie, The Alabama Sacred Heart Singers
Mit: Michael McGinley, Donna K.

 

Ein Autounfall bringt Leonardt und Mary fr immer zusammen. Er hngt vor seinem selbst gezimmerten Haus Sonne, Mond und Sterne auf, lsst Blumen fr sie wachsen. Doch dann wird bei Mary eine Krebserkrankung diagnostiziert. Leonardt will seine Frau nicht verlieren und unternimmt voller Hoffnung auf ein Wunder einen verzweifelten Versuch: Mit seinen eigenen Hnden baut der Tftler und Handwerker sein Haus zu einer Heilungsmaschine um, mit einem Turm, der als Zeichen seiner Hingabe und Liebe so weit in den Himmel ragen soll, dass Mary wieder gesund wird.
Fasziniert von der wahren Geschichte seines Nachbars Leonardt Wood, hat Brent Green Leonardts Haus, nachdem es abgerissen worden war, im eigenen Hinterhof nachgebaut und Gravity was Everywhere Back Then darin gedreht. Eine betrende Vision aus Live Action und Stop Motion, eine Ode an die Leuchtkraft der Liebe, den Glauben und die Kunst Frank Capra ohne Happy End.

 

Brent Green, 1978 geboren, ist bildender Knstler und lebt und arbeitet in Cressona, Pennsylvania. Die Kurzfilme des Animations-Autodidakten wurden an zahlreichen Filmfestivals (z.B. am Sundance Film Festival, 20062009) gezeigt und liefen in bedeutenden Museen (MoMA, Getty Center, Warhol Museum u.a.). Fr Live-Performances hat Green mit Musikern wie Howe Gelb (Giant Sand) und Jim White (Nick Cave) zusammengearbeitet.
 
 

Der Preis für den besten Bildrausch-Film 2011 geht an Brent Green für «Gravity Was Everywhere Back Then» (USA 2010).
Medienmitteilung und Laudatio: download pdf
Bild: download jpg

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